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Hohe Temperaturen und trockene Luft belasten nicht nur Pflanzen, sondern auch viele Nützlinge. Besonders Raubmilben sind auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit angewiesen. Bei Hitze und Trockenheit entwickeln sich ihre Populationen langsamer, während sich Schädlinge wie Thripse, Weiße Fliege und Spinnmilben oft schneller vermehren. Dadurch kann das biologische Gleichgewicht im Bestand verloren gehen.

Auswirkungen trockener Bedingungen

  • Niedrige Luftfeuchtigkeit schwächt viele Nützlinge

  • Die Vermehrung wird gehemmt

  • Schädlinge gewinnen schneller die Oberhand

  • Die Hitzetoleranz variiert je nach Nützlingsart

Hitzetolerante Nützlinge

Weniger hitzetolerante Nützlinge

  • Amblyseius cucumeris (Thripex): Für kühlere Bedingungen besser geeignet

Praxistipps

  • Schädlings- und Nützlingspopulationen häufiger kontrollieren

  • Luftfeuchtigkeit durch geeignetes Klimamanagement stabil halten

  • Bei längeren Hitzephasen hitzetolerante Nützlinge bevorzugen

  • Ausbringungsintervalle bei Bedarf anpassen und ergänzende Freilassungen einplanen

Kondenswasserbildung vermeiden:

Nützlinge und Nematoden sollten nach der Entnahme aus der Kühlung zunächst auf Umgebungstemperatur gebracht werden. So wird Kondenswasserbildung vermieden und die Produktqualität erhalten.

Hummelbestäubung bei Hitze

Auch Hummeln werden durch hohe Temperaturen belastet. Sie investieren mehr Energie in die Kühlung ihres Nests, wodurch weniger Zeit für die Bestäubung bleibt. Gleichzeitig trocknet Pollen schneller aus, was den Fruchtansatz beeinträchtigen kann.

Tipps für eine sichere Bestäubung

  • Bestäubungsleistung regelmäßig kontrollieren

  • Nistkästen schattig und kühl aufstellen

  • Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

  • Bei Bedarf zusätzliche Hummelvölker einplanen

  • Ein ausgewogenes Gewächshausklima schaffen

  • Überbesatz vermeiden

Weitere Informationen finden Sie in unseren Empfehlungen zur Hummelbestäubung und zum Hitzeschutz von Hummelvölkern:

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