Schadenssymptome
Die Auswirkungen einer PepMV-Infektion auf den Anbauer sind unterschiedlich. Mehrere Faktoren tragen zu dieser Variabilität bei. Einer davon ist die genetische Identität des Virus - welches Isolat von welchem Stamm -, das die Infektion verursacht. Der Zeitpunkt der Infektion in der kulturpflanzen ist ein weiterer Faktor, der einen wichtigen Einfluss auf die verursachten Schäden haben kann. So verursacht eine Infektion zu Beginn der Saison, wenn die Pflanzen noch keine Früchte tragen, in der Regel geringere Verluste als eine Infektion, wenn die Pflanzen stark befallen sind. Typisch für die durch PepMV verursachten Schäden ist, dass sie einige Wochen lang sehr intensiv sind und dann verschwinden, um später in der Saison wieder aufzutreten. Das bedeutet, dass die Schäden in einem bestimmten Zeitraum des Jahres mit 50-60 % unverkäuflichen Früchten besonders stark sein können.
Außerdem sind einige Tomatensorten anfälliger für Qualitätsverluste durch PepMV als andere, und auch das Klima spielt eine Rolle. Im Allgemeinen sind die Verluste viel höher, wenn eine Pflanze aus irgendeinem Grund mehr Stress hat.
Die Symptome erscheinen in der Regel 2-3 Wochen nach der Infektion und können den Ertrag und die Qualität von Kulturpflanzen wie Tomaten erheblich beeinträchtigen.
Typische Symptome sind:
Blätter und Stängel
- Nesselartige Köpfe und/oder Blasenbildung auf den Blättern
- Verkümmertes Blattwachstum
- Blätter haben eine blasse oder graue Farbe
- Nekrotische und absterbende Blätter
- Gelbes (chlorotisches) und braunes (nekrotisches) Mosaikmuster auf den Blättern
- Gelbe Flecken auf älteren Blättern und interveinale Chlorose
- Nekrosen an den Stängeln
Früchte
- Gelbe oder orangefarbene Sprenkelung auf den Tomaten
- Flammenartige Muster auf den Tomaten
- Risse und Schäden an den Früchten (Aufplatzen)
Die Symptome an den Früchten können mit oder ohne Symptome an der übrigen Pflanze erscheinen, je nach Tomatensorte, Umgebungsbedingungen und PepMV-Isolat.